Unterschiede zwischen der UG und der GmbH

Die UG und die GmbH sind gleichermaßen Formen einer Kapitalgesellschaft, welche die Haftung ihrer Gesellschafter:innen beschränkt. Sowohl GmbH als auch die Unternehmergesellschaft folgen den Regularien des GmbH-Gesetzes. 

Die UG wird deshalb oft auch als Mini-GmbH bezeichnet, da ein niedriges Mindeststammkapital von nur einem Euro der signifikanteste Unterschied zur großen Schwester, der GmbH, ist. Welche Unterschiede es sonst gibt und wann sich die Gründung der GmbH oder der UG mehr lohnt, wird auf dieser Seite erläutert.

UG GmbH Unterschied 1

Im Überblick: Tabelle der Unterschiede zwischen GmbH und UG

Die Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede zwischen einer UG und einer GmbH – beide in ihrer Rechtsform Kapitalgesellschaften – kurz und knapp zusammen. Darunter findest und alle Unterschiede im Detail erläutert.

Mehr rund um Fragen der Gründung einer GmbH oder UG erfährst du zudem auf unserer Seite zur GmbH-Gründung und auf der Seite zur UG-Gründung.

    • Unterscheidungsfaktor
    • UG
    • GmbH
    • Mindeststammkapital
    • ab 1 €, aber: Vorsicht vor Unterkapitalisierung
    • 25.000 €, mindestens hälftige Einzahlung von 12.500 € nötig
    • Gründungskosten
    • ab 400 €, bei individuellen Verträgen deutlich teurer
    • ab 2.000 Euro, je nach Steuerbüro oder Notar:in auch deutlich teurer
    • Gewinnausschüttung
    • max. 75 %, Ansparpflicht von 25 % der Gewinne bis zur Höhe von 25.000 € Rücklagen
    • Überschüsse dürfen jederzeit zu 100 % ausgeschüttet werden
    • Reputation
    • negative Reputation in besonders stark regulierten Branchen
    • hohes Ansehen über alle Branchen hinweg
    • Bonität
    • geringe Kreditwürdigkeit aufgrund niedrigen Stammkapitals
    • gute Bonität dank Mindeststammkapital
    • Haftung
    • Gesellschafter:innen gesetzlich haftungsbeschränkt, de facto jedoch private Haftung ggü. Kreditinstituten
    • Gesellschafter:innen gesetzlich haftungsbeschränkt
    • Sacheinlagen
    • Sacheinlagen sind zur Erbringung des Stammkapital einer UG nicht erlaubt
    • Sacheinlagen sind ebenso wie Bareinlagen als Stammkapital zulässig

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UG GmbH Unterschied 2

Der wichtigste Unterscheidungsfaktor: Das Stammkapital

Bei der Frage, was der Unterschied zwischen GmbH und UG ist, spielt das nötige Stammkapital eine besonders wichtige Rolle.

Für die GmbH ist ein Stammkapital von 25.000 Euro gesetzlich vorgeschrieben. Dieses muss bei Gründung und Eintragung im Handelsregister mindestens hälftig, also zu 12.500 Euro, auf dem Firmenkonto eingezahlt sein. Nur so kann die Gründung vollzogen und aus der sogenannten GmbH in Gründung eine vollwertige GmbH werden. Wann das restliche Stammkapital spätestens eingezahlt sein muss, ist übrigens nicht genauer definiert und damit praktisch dir überlassen.

Bei der Unternehmergesellschaft reicht – zumindest in der Theorie – bereits ein Euro Stammkapital aus. Auf unserer Seite zur UG-Gründung erläutern wir dir, warum eine Gründung der UG mit so wenig Stammkapital jedoch das Risiko einer Unterkapitalisierung mit sich bringt. Empfohlen wird deshalb besser ein Stammkapital von wenigstens 1.000 Euro, das, genauso wie bei der GmbH, für Kosten und Anschaffungen der UG ausgegeben werden kann.


Weiterer großer Unterschied: Bei der UG sind Sacheinlagen zur Erbringung des Stammkapitals verboten. Die GmbH ermöglicht auch Sacheinlagen wie beispielsweise Grundbesitz, Immobilien, Patentrechte oder Maschinen als Stammkapital.

UG GmbH Unterschied 3

Unterschiedlich hohe Gründungskosten

Da die UG juristisch gesehen als GmbH gilt und auch dem GmbH-Gesetz folgt, ist der Ablauf der Gründung sehr ähnlich.

So bildest du mit der Entscheidung eine UG zu gründen auch bereits automatisch eine sogenannte Vorgründungsgesellschaft. Mit der notariellen Beglaubigung deines unterschriebenen Musterprotokolls, wird diese zur UG in Gründung mit beschränkten Pflichten und Rechten, wie sie die GmbH in Gründung hat. Erst durch die Eintragung ins Handelsregister werden sowohl GmbH als auch UG vollständig rechtsfähig.

Die regelmäßige Verwendung des Musterprotokolls anstelle eines individuellen Vertrages und das niedrigere Stammkapital bedingen die deutlich günstigeren Gründungskosten einer UG.



Hier ist bei einer UG mit wenigstens 400 Euro zu rechnen, müssen Verträge individualisiert werden, können die Kosten aber auch drei- oder viermal höher ausfallen. Für die GmbH hingegen liegen Gründungskosten meist bei 2.000 bis 3.000 Euro, abhängig von Notar:innen, Steuerberater:innen und gegebenenfalls anwaltlichen Kosten.



Beachte jedoch: Eine spätere Umwandlung der UG zur GmbH kostet etwa genauso viel, als hättest du direkt eine GmbH gegründet. Dazu kommen jedoch noch die Kosten der anfänglichen UG-Gründung, was in Summe zu höheren Ausgaben führt, als von Beginn an eine GmbH zu gründen.



Willst du zudem die UG günstig via Musterprotokoll gründen, so kannst du nur mit maximal drei Gesellschafter:innen tun.

UG GmbH Unterschied 4

Die Crux der UG? Unterschied Gewinnausschüttung GmbH vs. UG

Der zweite wichtige Faktor, der bei der Entscheidung zwischen der Gründung einer GmbH oder der Gründung einer UG  beachtet werden sollte, ist die unterschiedliche Gewinnausschüttung.

Bei der GmbH kannst du dir alle Überschüsse von Anfang an vollständig ausschütten.

Die UG hingegen bringt eine Pflicht zur Bildung von Rücklagen bis zur Höhe von 25.000 Euro mit sich. Hier kannst du Gewinne also nicht vollständig an die Gesellschafter:innen ausschütten, sondern musst 25 Prozent dieser in der UG belassen. Grund für diese Pflicht war die Intention des Gesetzgebers, die UG in eine GmbH umzuwandeln, sobald die 25.000 Euro Mindeststammkapital erreicht sind. Dazu besteht aber kein Zwang.

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UG GmbH Unterschied 5

Branchenabhängige Differenzen bei der Reputation

Viele Gründer:innen, für die eine UG zwar in Frage käme, entscheiden sich schon aus Image-Gründen für eine GmbH. Die UG genießt in einigen Branchen geringeres Ansehen, als eine GmbH. Das liegt zum Einen daran, dass sie auch als Mini-GmbH oder 1-Euro-GmbH bezeichnet wird, ihr also der Ruf eines kleinen Ablegers der GmbH für „schmalen Taler“ mit – dem niedrigen Stammkapital entsprechender – geringerer Haftung vorauseilt.

Zum anderen wird diese Reputation durch den gesetzlich jederzeit zwingenden Zusatz „haftungsbeschränkt“ betont. So muss in Verträgen oder auf Rechnungen jederzeit die Rede von der „UG (haftungsbeschränkt)“ oder der „Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)“ sein.

Am unproblematischsten ist der Faktor „Ansehen“, wenn die UG reine Dienstleistungen mit geringem Haftungsrisiko anbietet oder zur privaten Vermögensverwaltung genutzt wird. Beim Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen in Verbindung mit Krediten und Verträgen, wiegt dieser Faktor schwerer.

UG GmbH Unterschied 6

Unterschiede bei der Bonität und der Organisation

Mit dem zumeist niedrigeren Stammkapital einer UG geht auch eine geringere Kreditwürdigkeit einher. Hier hebelt sich die Haftungsbeschränkung der UG teilweise aus, da Gesellschafter:innen für Kredite privat gegenüber Finanzinstituten haften müssen.

Einer GmbH wird aufgrund des Mindeststammkapitals zumeist höhere Bonität durch die jeweiligen Anbieter attestiert, was gerade, wenn die GmbH für ihr Geschäft Kredite benötigt, hilfreich ist.

Steuerberaterin zu den Unterschieden der beiden Kapitalgesellschaften

In diesem Video spricht unser Mit-Gründer Felix Schulte mit Stephanie Müller, Steuerberaterin und Gründerin der Kanzlei VM Finovia, über die UG. Erfahre wann eine GmbH mehr Sinn macht und wann du richtig von der UG profitieren kannst.

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Schon über 1.000 Kunden haben ihre vermögensverwaltenden GmbHs mit uns gegründet, über 1.500 Kunden vertrauen bereits auf die Betreuung ihrer GmbH mit RIDE.

Sehr gut organisiert bei RIDE.

Die eigene VV GmbH gegründet, mit Tipps zu welcher Bank und mit Online Unterschriften kein Papier hin und her senden. So mag ich das. Kann ich nur empfehlen.

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Daniel

Gründer und Börsen-Trainer

Fragen & Antworten

Was ist der Unterschied zwischen der GmbH und UG?

Die GmbH und die UG (haftungsbeschränkt) sind beide Kapitalgesellschaften und sich sehr ähnlich. Unterschiede bestehen in der Höhe des Mindeststammkapitals für die Gründung, den Gründungskosten, der Gewinnausschüttung, der Reputation und der Bonität beziehungsweise der privaten Haftung der Gesellschafter:innen.

Was ist besser, eine UG oder eine GmbH?

Ob eine GmbH oder UG zu bevorzugen ist, hängt von individuellen Faktoren ab und lässt sich nicht pauschalisieren. Für den Vermögensaufbau bietet sich häufig die GmbH an, werden nur Unternehmensanteile an einem Start-up gehalten, die UG. Operativ ist in stark regulierten Branchen und bei Bedarf nach Krediten die GmbH zu bevorzugen, bei reinen Dienstleistungen mit geringem Haftungsrisiko die UG. In jedem Fall ist ein ausführliches Assessment ratsam..

Warum RIDE?

RIDE ist das erste Fintech, das sich auf die echte Rendite, nach Steuern und Kosten, konzentriert. Wir helfen unseren Kundinnen und Kunden, ihr Vermögen intelligent zu strukturieren, um mehr investieren und netto mehr konsumieren zu können.

Wer steckt hinter RIDE?

Christine Kiefer und Felix Schulte sind die Gründer von RIDE. Christine hat bereits an verschiedenen Fintechs mitgewirkt, unter anderem als Co-Founderin bei PAIR Finance. Sie unterstützte den FintechRat des Bundesministeriums und hat mit den „Fintech Ladies” ein Netzwerk für Frauen in der Finanzbranche geschaffen. Seit Januar 2022 ist sie Partnerin beim VC Angel Invest. Felix gründete 2011 das E-Commerce-Unternehmen NewStore und verkaufte dieses 2016 –natürlich steueroptimiert mit der vermögensverwaltenden GmbH. Danach arbeitete er als Entrepreneur in Residence bei ARB Investment Partners. Beide schlossen sich 2018 zur Gründung von RIDE zusammen. Das gemeinsame Ziel: Mehr Menschen einen besseren Vermögensaufbau zu ermöglichen.

Könnt ihr mich steuerrechtlich individuell beraten?

Eine individuelle steuerrechtliche Beratung ist RIDE untersagt, da wir keine Steuerberater:innen sind. Wir dürfen jedoch alle relevanten Informationen rund um die Holding, die vermögensverwaltende GmbH und deren Verwaltung mit dir teilen. Außerdem haben wir qualifizierte RIDE Partner-Steuerberater:innen, die bei Bedarf eine individuelle, steuerliche Beratung leisten können.

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